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Mein Notebook wird zu heiß

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Wenn Ihr Notebook im Betrieb sehr heiß wird und sich vielleicht sogar abschaltet, ist sehr wahrscheinlich die Kühlung voller Staub.

Das passiert im Laufe der Zeit bei jedem Notebook.

Die Hitze kann elektronische Komponenten beschädigen und letztendlich zu einem Totalausfall Ihres Notebooks führen.

Daher sollten Sie sofort handeln.

Im Folgenden wird gezeigt, wie es dazu kommen kann und was Sie dagegen unternehmen können.

Was produziert eigentlich die Hitze?

Zum einen die CPU, also der Prozessor, und zum anderen die Grafikkarte bzw. der Grafikchip. Während die CPU alle nötigen Berechnungen für das Betriebssystem und laufende Anwendungen ausführt, berechnet der Grafikchip die gesamte Bildschirmausgabe.

Beide führen Millionen von Rechenoperationen pro Sekunde durch und das erzeugt Hitze. Ohne Kühlung würden sowohl die CPU als auch der Grafikchip im Betrieb innerhalb von ein paar Sekunden verschmoren.

So funktioniert die Notebook-Kühlung

Notebook-KühlungSowohl auf der CPU als auch auf dem Grafikchip liegt jeweils eine Metallplatte fest auf, um die Hitze aufzunehmen. Diese Metallplatten sind entweder aufgeklebt oder mit Schrauben fixiert.

Mit diesen Metallplatten ist jeweils ein Kupferrohr fest verbunden. Die Kupferrohre verlaufen zu einem Kühlkörper, der aus feinen Lamellen besteht. Er funktioniert im Prinzip ähnlich wie der Kühlergrill eines Autos. Die Kupferrohre führen die Hitze von den Metallplatten auf der CPU und dem Grafikchip zum Kühlkörper.

Neben dem Kühlkörper befindet sich ein Lüfter, der meistens auf der Unterseite, bei manchen Modellen auch auf der Oberseite des Notebooks kühle Luft ansaugt und diese durch die Lamellen des Kühlkörpers an der Seite oder nach hinten aus dem Notebook herausbläst. Bei diesem Vorgang wird die Wärme von den Lamellen des Kühlkörpers an die vorbeistreichende Luft abgegeben und aus dem Notebook transportiert.

  • Sowohl die Ansaugöffnungen für die Luft als auch der Luftauslass sollten niemals durch irgendetwas blockiert oder eingeschränkt werden. Der Schoß, Bett- und Tischdecken oder Kissen sind keine geeigneten Unterlagen für ein Notebook.

Wie kann die Notebook-Kühlung verstauben?

Staub im Notebook-KühlerDie Lamellen des Kühlkörpers sind sehr fein, liegen dicht beieinander und werden im Betrieb sehr warm.

Am Anfang bleiben feinste Staubpartikel, Teppichflusen oder ein Haar innen an den Lamellen haften. Später finden auch größere Staubteilchen genug Halt um innen haften zu bleiben.

So bildet sich im Laufe der Zeit eine filzartige Matte aus Staubpartikeln im Inneren vor den Lamellen des Kühlkörpers. Irgendwann kann deshalb kaum noch Luft durch den Kühlkörper strömen, es wird nicht mehr ausreichend Wärme abtransportiert und das Notebook wird heiß.

In den meisten Fällen ist auch der Lüfter deutlich zu hören, denn das Notebook  versucht mit hohen Lüfter Drehzahlen die Wärme abzuführen.

Was nun?

Es wäre so einfach bereits beim Design eines Notebooks eine Wartungsklappe über dem Lüfter und der Kühlung einzuplanen, die mit ein paar Schrauben geöffnet werden kann. Einige wenige Notebook-Modelle haben so etwas auch, die meisten jedoch leider nicht.

Ist keine Wartungsklappe vorhanden, muss das Notebook zerlegt werden, um Lüfter und Kühlung reinigen zu können. Das ist aber in jedem Fall, auch wenn eine Wartungsklappe vorhanden ist, eine Aufgabe für einen Fachmann.

Was kann man also machen?

Notebook-Kühler

Es gibt Notebook-Kühler, die wie ein Tablett mit einem oder mehreren eingebauten Lüftern aussehen. Auf so einen Notebook-Kühler kann man sein Notebook stellen um es zusätzlich von unten zu kühlen.

Aber eigentlich ist das nur eine Hilfsmaßnahme, die das eigentliche Problem nicht behebt. Noch schlimmer, die Kühlung wächst weiter mit Staub zu, wird irgendwann ausfallen und dann hilft der Notebook-Kühler auch nicht mehr.

Druckluftspray

Diese Methode sollten Sie nur durchführen, wenn Sie keine Garantie mehr haben und eine Beschädigung oder den Ausfall Ihres Notebooks in Kauf nehmen wollen, denn es ist nicht auszuschließen, dass Sie dabei das Notebook beschädigen.

Druckluftspray

Bei diesem Verfahren wird versucht, den Staub mit Druckluftspray durch den Luftaustritt von den Lamellen weg und über den Lufteintritt hinaus zu pusten ohne das Notebook zu öffnen. Im Fachhandel oder auch bei Amazon* gibt es Spraydosen mit Druckluft. Verwenden Sie niemals Haar- oder Deo-Spray dafür! Lesen Sie vor der Anwendung die Gebrauchsanleitung und die Sicherheitshinweise auf der Druckluftspraydose durch. Druckluftspray ist hoch entzündlich.

1. Schalten Sie das Notebook aus, nehmen Sie es vom Stromnetz und entfernen Sie den Akku. Da möglicherweise viel Schmutz und Staub aus dem Notebook geblasen wird, führen Sie den Vorgang im Freien durch oder öffnen Sie das Fenster und arbeiten Sie auf einer großflächigen Unterlage.

2. Klappen Sie das Notebook zu ca. 45° auf und stellen es auf die Seite, auf der sich nicht der Luftaustritt befindet.

3. Blockieren Sie den Lüfter vorsichtig z.B. mit einer auseinander gebogenen Büroklammer, indem Sie den Draht zwischen zwei Lüfterblätter halten. Hintergrund: Der Lüfter ist für eine maximale Umdrehungszahl konstruiert. Mit Druckluft können Sie den Lüfter aber  in viel höhere Drehzahlen versetzen. Wenn Sie den Lüfter nicht blockieren, besteht daher die Gefahr, dass das Lager des Lüfters kaputt geht.

4. Pusten Sie die Druckluft mit dem Sprühröhrchen direkt in die Luftaustrittsöffnung. Fahren Sie dabei über die gesamte Breite der Luftaustrittsöffnung hin und her.

Es besteht allerdings das Risiko, dass Sie eine evtl. vorhandene Staubmatte zwar lösen, diese aber im Lüfter hängen bleibt und ihn blockiert, so dass er sich nicht mehr drehen kann.

Die Staubsaugermethode

Auch diese Methode sollten Sie nur durchführen, wenn Sie keine Garantie mehr haben und eine Beschädigung oder den Ausfall Ihres Notebooks in Kauf nehmen wollen, denn es ist nicht auszuschließen, dass Sie dabei das Notebook beschädigen.

Staubsauger-Methode

Bei diesem Verfahren wird versucht, den Staub über den Lufteintritt auszusaugen ohne das Notebook zu öffnen.

1. Schalten Sie das Notebook aus, nehmen Sie es vom Stromnetz und entfernen Sie den Akku.

2. Klappen Sie das Notebook zu und legen es mit der Unterseite nach oben hin.

3. Blockieren Sie den Lüfter vorsichtig zum Beispiel mit einer auseinander gebogenen Büroklammer, indem Sie den Draht zwischen zwei Lüfterblätter halten. Hintergrund: Der Lüfter ist für eine maximale Umdrehungszahl konstruiert. Mit der Saugkraft eines Staubsaugers können Sie den Lüfter aber  in viel höhere Drehzahlen versetzen. Wenn Sie den Lüfter nicht blockieren, besteht daher die Gefahr, dass das Lager des Lüfters kaputt geht.

4. Setzen Sie nun das Staubsaugerrohr an und versuchen Sie den Staub auszusaugen.

Auch bei dieser Methode besteht allerdings das Risiko, dass Sie eine evtl. vorhandene Staubmatte zwar lösen, diese aber im Lüfter hängen bleibt und ihn blockiert, so dass er sich nicht mehr drehen kann.

Kühlung reinigen lassen

Am sinnvollsten ist eine gründliche Reinigung der Kühlung. Dafür muss das Notebook geöffnet oder zerlegt werden. Wenn Sie noch Garantie auf Ihrem Notebook haben, wenden Sie sich an den Hersteller. Einige Hersteller führen solche Arbeiten auf Kulanz kostenlos oder für kleines Geld durch.

Ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit Ihrem Notebook erhalten Sie im Artikel Wie gehe ich mit meinem Notebook richtig um?

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Ein Kommentar

  1. Schlimmer ist, wenn vom Werk aus „gepfuscht“ wird. [Was mit passiert ist] wenn der Lüfter selber „Zu hoch“ verbaut ist und der Laptop (selbst bei Neukauf direkt eingeschaltet und los gespielt) sofort über 100°c kommt, selbst wenn etwas unter dem Laptop etwas liegt: z.B. Buch, was das Atmen erleichtert, nicht funktioniert… Wäre ein Umtausch des Lüfters nicht verkehrt. Selbst die Methode mit dem Luftdruck oder Staubsauger ist nur eine Frage der Zeit… bis der Lüfter wieder verrutscht.

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