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Arbeitsspeicher, Auslagerungsdatei und virtueller Speicher

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In diesem Artikel werden die Begriffe Arbeitsspeicher, Auslagerungsdatei und virtueller Speicher erklärt.

Wenn Ihr Computer ausgeschaltet ist, liegen das Betriebssystem (Windows), alle installierten Programme und Ihre Benutzerdaten als Dateien auf der Festplatte.

Sobald ein Computer eingeschaltet wird, beginnt der Prozessor (die CPU) alle Berechnungen durchzuführen, die notwendig sind um die Benutzeroberfläche aufzubauen und die von Ihnen aufgerufenen Anwendungen auszuführen.

Dafür werden vom Prozessor mehrere Millionen Berechnungen pro Sekunde  durchgeführt und jede Menge Daten verarbeitet.

Eine Festplatte gibt Daten beim Lesen viel zu langsam ab und ist beim Schreiben (Speichern) noch langsamer.

Würden die zu verarbeitenden Daten direkt zwischen der Festplatte und dem Prozessor ausgetauscht werden, wäre ein Computer unglaublich langsam.

Hier kommt der Arbeitsspeicher ins Spiel.

Was ist Arbeitsspeicher?

Sobald Sie Ihren Computer einschalten, werden alle Programme und Daten, die derzeit vom Prozessor des Computers benötigt werden von der Festplatte in einen sehr viel schnelleren Speicher geladen.

Dieser schnelle Speicher wird Arbeitsspeicher genannt. Die englische Abkürzung dafür lautet RAM (Random Access Memory).

Der Arbeitsspeicher benötigt ständig Strom um die in ihm gespeicherten Daten zu halten. Deshalb wird er auch als flüchtiger Speicher bezeichnet, da alle in ihm gespeicherten Daten verloren gehen, wenn der Strom ausfällt.

Der Arbeitsspeicher Ihres Computers kann sehr viel weniger Daten aufnehmen als Ihre Festplatte. Deshalb werden nur die derzeit vom Computer benötigten Daten- und Programmdateien in den Arbeitsspeicher geladen.

Wenn viele Programme gleichzeitig laufen oder eine speicherhungrige Anwendung geöffnet wird, kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem der Arbeitsspeicher nicht mehr ausreicht, um alle benötigten Programme und Dateien aufzunehmen.

Hier kommt die Auslagerungsdatei zum Zug.

Was ist eine Auslagerungsdatei?

Ist der Arbeitsspeicher voll, beginnt Windows Daten aus dem Arbeitsspeicher wieder in eine Datei auf der Festplatte auszulagern.

Diese Datei wird Auslagerungsdatei genannt.

Sie wird von Windows immer angelegt, weil

  • es unnötig Zeit kosten würde, die Auslagerungsdatei erst anzulegen, wenn sie benötigt wird und
  • der Speicherplatz für diese Datei reserviert werden muss.

In dem Moment, wo der verfügbare Arbeitsspeicher nicht mehr ausreicht und Daten in die Auslagerungsdatei geschrieben werden müssen, wird Ihr Computer spürbar langsamer.

Was ist virtueller Speicher?

Die Summe der Speicherkapazität von Arbeitsspeicher (=physikalischer Speicher) und Auslagerungsdatei wird virtueller Speicher (engl. virtual memory) genannt.

Was passiert, wenn der virtuelle Speicher zu klein ist?

Schließen Sie die Programme, um den Verlust von Informationen zu vermeiden

Windows Arbeitsspeicher vollWenn der virtuelle Speicher Ihres Computers nahezu voll ist, beginnt Windows mit einer entsprechenden Warnung darauf hinzuweisen.

Ihnen wird vorgeschlagen, Programme zu schließen, um die Lauffähigkeit des Systems aufrecht zu erhalten.

Wenn Sie keine Programme schließen und versuchen weiter zu arbeiten, werden Anwendungen „abstürzen“, das heißt mit kryptischen Fehlermeldungen abbrechen. Nicht gespeicherte Daten gehen dabei eventuell verloren.

Sollten Sie diese Meldung öfter erhalten, hat Ihr System einen für Ihre Anforderungen zu kleinen Arbeitsspeicher oder die Auslagerungsdatei ist zu klein.

Wie Sie unter Windows 7 die Größe der Auslagerungsdatei prüfen können, wird im Artikel Windows 7 Auslagerungsdatei verwalten beschrieben.

Wie Sie unter Windows 8.1 die Größe der Auslagerungsdatei prüfen können, wird im Artikel Windows 8.1 Auslagerungsdatei verwalten beschrieben.

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